Wirtschaft

Wirtschafts- und Finanzpolitik

Island ist die kleinste Volkswirtschaft in der OECD (BIP 9,5 Mrd Euro 2010). Das Land ist besonders reich an Meeres- und Energieressourcen. Die Fischerei ist immer noch ein wichtiger Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor, hat aber in den vergangenen Jahrzehnten gegenüber den Industrie- und Dienstleistungen an Bedeutung erheblich abgenommen. Energiewirtschaft und energieintensive Industrien, v.a. Aluminiumherstellung mit preisgünstigem Strom aus Hydro- oder Geothermiekraftwerken, wurden verstärkt ausgebaut. Weitere Branchen sind Maschinen- und Ausrüstungen für die Lebensmittelindustrie, IT / Software, medizinische und pharmazeutische Produkte. Einer der am schnellsten gewachsenen Wirtschaftszweige Islands ist der Tourismus (Anstieg der ausländischen Besucherzahlen auf rund 500.000 pro Jahr).

Die internationale und nationale Finanzkrise stellte seit 2008 Island vor die größte Herausforderung in seiner jüngeren Geschichte: Wiederaufbau des kollabierten Bankensystems, Begrenzung der Auslandsverschuldung und Stabilisierung der Währung, Konsolidierung der öffentlichen Haushalte, Kontrolle von Inflation und Arbeitslosigkeit, Überwindung der scharfen Rezession, Lösung der Verschuldungsprobleme von Privathaushalten und Unternehmen. Die Regierung führt ein umfassendes Stabilisierungs- und Reformprogramm durch. Dies wird unterstützt durch den IWF und bilaterale Partner. 2010 haben sich die makroökonomischen Daten verbessert.

Deutsch-isländische Wirtschaftsbeziehungen


Der deutsch-isländische Handel erreichte 2010 einen Gesamtumsatz von 975 Mio Euro. Island steigerte 2010 seine Exporte nach Deutschland gegenüber dem Vorjahr um rd. 40% auf 710 Mio Euro, mehr als vier Fünftel davon Industrieprodukte, v.a. Aluminium. Die deutschen Exporte stagnierten dagegen bei 266 Mio Euro. Island erzielte einen Handelsüberschuss von 444 Mio Euro, was 5% des isländischen BIP entspricht. Der deutsche Aufschwung trug somit zur Stabilisierung der isländischen Wirtschaft bei, während die Nachfrage nach deutschen Produkten (elektrotechnische Erzeugnisse, Kraftfahrzeuge, Maschinen,  Metalllwaren) in Island wegen der Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise gering blieb.
(Quelle: vorläufige Zahlen des Stat. Bundesamts)

Deutsche Banken waren in Island traditionell stark engagiert und mussten hohe Forderungsverluste durch die isländische Finanzkrise hinnehmen.

Die Zahl deutscher Touristen in Island wuchs 2010 um 5% auf über 54.000 bzw. 424.010 Übernachtungen, 55% mehr als noch 2005 und 20% aller ausländischen Übernachtungen.

Seit 1993 tagt die Deutsch-Isländische Regierungskommission für Wirtschaftsfragen jährlich abwechselnd in Island und Deutschland, zuletzt im März 2011 in Berlin. Die vom Deutschen Industrie- und Handelstag als deutsche Auslandshandelskammer anerkannte Deutsch-Isländische Wirtschaftsvereinigung (DIWV) bildet mit rd. 80 Mitgliedsunternehmen in beiden Ländern ein Fundament für die wirtschaftliche Kooperation.

Deutschland und Island schlossen 1971 ein Doppelbesteuerungsabkommen.

Containerschiff im Hamburger Hafen

Außenwirtschaftsförderung

Außenwirtschaft

Die außenwirtschaftliche Verflechtung Islands ist hoch. 2009 machten Importe und Exporte von Gütern und Dienstleistungen machen 44 bzw. 53 Prozent des BIP aus. Der Europäische Wirtschaftsraum steht für Islands Außenhandel an oberster Stelle: rund vier Fünftel der Exporte und zwei Drittel der Importe.

Umwelt
Island wurde 2010 beim World Economic Forum der beste Environmental Performance Index (Universitäten Yale/Columbia) unter 163 Ländern zuerkannt. Island nimmt im Rahmen des EWR an der EU-Umweltpolitik und am EU-Emissionshandelssystem teil. In der Nutzung regenerativer Energiequellen steht es weltweit an der Spitze: War die Energiewirtschaft in den 1960er Jahren noch zu 2/3 von fossilen Energiequellen abhängig, so wird heute Strom vollständig, Primärenergie zu über 4/5 aus Wasserkraft und Geothermie gewonnen.

Wirtschaftsstandort Deutschland

Deutschlands Lage im Zentrum Europas erschließt ausländischen Investoren und Messebesuchern den gesamten Markt der Europäischen Union. Nutzen Sie dieses Potenzial!

Weitere Informationen zum Wirtschaftsstandort Deutschland

Die Solarwirtschaft boomt - Quelle: Regierung online

Forschung und Technologie

Heute entfällt mehr als die Hälfte der industriellen Produktion in Deutschland auf forschungs- und entwicklungsintensive Industrien. Hier informieren wir Sie über die wichtigsten deutschen Forschungseinrichtungen.

Wirtschaft

Hamburger Containerhafen bei Nacht

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