Deutschland und Island
Grundlinien der isländischen Außenpolitik
Island unterhält diplomatische Beziehungen zu praktisch allen Staaten und ist Mitglied vieler internationaler Organisationen. Es tritt aktiv ein für Menschenrechte, friedliche Konfliktlösung, Entwicklung, Welthandelsliberalisierung, Bekämpfung von Meeresverschmutzung und Klimawandel. Daneben beteiligt sich Island mit Zivilkräften an friedenserhaltenden Missionen, Wiederaufbauhilfe und humanitären Einsätzen wie nach dem Erdbeben in Haiti. Das Außenministerium unterhält dafür eine Crisis Response Unit. Island nutzt sein besonderes Know-how in der Geothermie-Energiegewinnung für die Kooperation mit Industrie- und Schwellenländern, aber auch zur Unterstützung von Entwicklungsländern.
Die isländische Außenpolitik konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:
Nordische Zusammenarbeit und Arktispolitik
NATO-Bündnis und Verteidigungsabkommen mit den USA
Europa: EU-Beitrittsverhandlungen, bilaterale Beziehungen zu EU-Ländern, EWR, EFTA, Schengen,
Russland, China, Indien
Weiteres Anliegen der isländischen Außenpolitik ist die Zusammenarbeit mit anderen kleineren Staaten Europas, insbesondere den baltischen Staaten. Zu Deutschland unterhält Island ein sehr vertrauensvolles und enges Verhältnis.